Am 17. Juli 1920 nahm Reuss am Kongress der „World Federation of Universal Freemasonry“ teil, der in der Libertas et Fraternitas Loge in Zürich abgehalten wurde. Diese Konferenz sollte die Arbeit der Internationalen Konferenz über Freimaurerei und Spiritismus fortsetzen, die Papus 1908 in Paris abgehalten hatte. Reuss setzte sich mit Bricauds Autorisation für die Anerkennung von Crowleys Gnostischer Messe als „offizielle Religion für alle Mitglieder der Weltföderation der Universalen Freimaurerei im Besitz des 18° des Schottischen Ritus“ ein. Reuss Bemühungen in dieser Hinsicht erwiesen sich als Fehlschlag, und er stritt sich mit Matthew McBlain Thomson (der zum Ehrenvorsitzenden der Internationalen Maurerischen Föderation ernannt worden war) über Fragen der Jurisdiktion. Reuss verließ den Kongress nach dem ersten Tag.

C.S. Jones war 1919 aus dem O.T.O. ausgetreten, hatte aber seinen brieflichen Kontakt zu Reuss aufrechterhalten; und am 10. Mai 1921 stellte Reuss Jones eine Charter als X° für die „Vereinigten Staaten von Nord-Amerika“ aus. Am selben Tage erstellte er eine weitere Charter für Heinrich Tränker (Recnartus, 1880-1956), die ihn zum X° für Deutschland ernannte. Tränker leitete bereits verschiedene esoterische Organisationen innerhalb der „Pansophia“-Bewegung.

Am 30. Juli 1921 verfasste Reuss ein weiteres „Gauge of Amity“-Dokument aus, und zwar für H. Spencer Lewis, den Begründer des A.M.O.R.C., einer Rosenkreuzerischen Organisation, die ihren Sitz im kalifornischen San Jose hatte. Dieses Dokument erkannte Lewis überdies als ein VII° Mitglied des O.T.O. an. Crowley war Lewis bereits 1918 in New York begegnet und hatte keinen sonderlich guten Eindruck von ihm gewonnen. Reuss kehrte im September 1921 nach Deutschland zurück und ließ sich in München nieder. Am 3. Sept. 1921 stellte Reuss eine Charter für Carl William Hansen (Kadosh, 1872-1936) als X° für Dänemark aus. Im Oktober 1921 ernannte Crowley nach Dunns Rücktritt Frank Bennett (Dionysus, 1868-1930) zu seinem Vizekönig von Australien:

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